Mittwoch, 13. März 2013

Ferienbericht: Teil 3

Nach dem Bericht über den zerstörerischen Zyklon "Haruna" habt ihr euch wieder mal einen Ferienbericht verdient:
In Mangily haben Thomas, Jonas und ich eine schöne Segelboottour gemacht. Nebst Schnorcheln im Korallenriff haben wir auch...
... den Strand der "Mille Pêcheurs" besucht. Diese Fischer sind zwar auf dem Bild nicht zu sehen, doch waren an diesem Strand wirklich viele Fischerboote mit ihrem Fang anzutreffen.
Uns wurde dann auch ein köstliches Mahl aus gegrilltem...
... und gekochtem Fisch zubereitet.
Am nächsten Tag haben wir das Reniala-Naturreservat besucht, wo es viele verschiedene Baobabs in allen Grössen und Formen hat.
Auch verschiedenste Tiere wie Schildkröten und Schlangen kann man dort beobachten.
Wieder zurück in Tana haben wir einen Ausflug nach Ampefy gemacht. Die reissenden Flüsse und grüne Üppigkeit der Vegetation sind ein Kontrast zum trockenen Süden.
Auf dem Weg zurück von Ampefy haben wir im Lemurenpark Halt gemacht.
Leider halten heute immer noch viele Leute Lemuren als Haustiere.
Mit dem Lemurenpark haben die Leute allerdings eine Anlaufstelle, um die Lemuren abzugeben, damit sie wieder an das Leben in der "Wildnis" gewöhnt werden können.
Der Park ist auf den einen Seite durch einen Fluss begrenzt und auf der anderen durch Mauern. Die Lemuren können sich im ganzen Park frei bewegen und sogar aus dem Park gehen, indem sie über die Mauern klettern.
Da es aber ausserhalb des Parks nicht viel Nahrung für die Lemuren gibt, kommen die meisten schnell wieder zurück.
Wenn man in kurzer Zeit viele verschiedene Lemurenarten sehen möchte, ist der Park sehr empfehlenswert.

Dieser (Schokoladen)-Fluss ist die natürliche Abgrenzung des Parks. Der Fluss ist durch die Erosion so braun. Bei Regen wird nämlich die ganze Erde der umliegenden Hügel vom Wasser in den Fluss gespült, da die meisten Bäume bereits gefällt wurden und daher keine Wurzeln zum Festhalten der Erde mehr vorhanden sind. Eines der traurigen Probleme Madagaskars...
Dieses Wochenende werde ich nach Tana fahren, um dort nächste Woche in unserem Zentrum zu arbeiten, welches gerade umgebaut wurde. Dann haben wir auch noch eine Sitzung mit allen Direktoren, da unser Chef Otto nach zwei Monaten wieder aus der Schweiz zurück kommt. Ich freue mich schon auf die Zeit in Tana, um nebst der Arbeit auch wieder einmal alte Bekannte treffen zu können.

So, nun wünsche ich euch eine schöne restliche Woche.

Matthias

Montag, 25. Februar 2013

Zyklon zum Zweiten

Ein Zyklon war nicht genug, vergangenes Wochenende hat uns schon der nächste heimgesucht. Haruna war sein Name und der hatte es in sich. Bei uns im Garten sind mehrere Bäume geknickt, eine Mauer ist umgefallen und bei uns in der Wohnung waren Wohn- und Schlafzimmer unter Wasser. Jetzt ist das Unheil zum Glück überstanden und die Wohnung wieder trocken. Das war seit 1978 anscheinend der erste Zyklon, der Tuléar so schwer getroffen hat.

Dies war die Position des Zyklons am Donnerstag:

Der Zyklon Haruna nähert sich Tuléar (roter Punkt). (Quelle: NASA Goddard MODIS Rapid Response Team)
Und seine Position am Freitag oder Samstag:

(Quelle: earthobservatory.nasa.gov)
Hier einige Bilder von unserem Garten und der Stadt:

Davor und...
... danach!
Papayabaum geköpft...
... und umgeknickt.
Zeitweise war es schon beängstigend, aus dem Haus zu gehen.
Am Tag danach: Überall umgestürzte Bäume oder Masten und gerissene Kabel.

Im Moment ist zum Glück schön sonnig und trocken, auch fliessendes Wasser haben wir seit gestern wieder. Seit Donnerstag ist allerdings noch immer der Strom weg. Internet haben wir wegen der vielen gekappten Kabel auch keines (läuft bei uns über die Telefonleitung), respektive nur eine langsame Verbindung über ein Funk-Modem. Dieser Zustand wird wohl noch die ganze Woche durch so bleiben. Hoffen wir aber, dass die Probleme schnellstmöglich behoben sind, damit wir wieder richtig arbeiten können.

Liebe Grüsse und eine schöne Woche.

Matthias

Dienstag, 12. Februar 2013

Ferienbericht: Teil 2

Den Zyklon Felleng aus dem letzten Bericht haben wir gut überstanden. Zum Glück hat er die Insel nur gestreift und ist nicht darüber hinweggefegt wie letztes Jahr. In den letzten Wochen hatten wir - zum Teil wegen dem Zyklon - heftige Regengüsse. Da unser Dach jetzt endlich dicht hält, kommt uns die Abkühlung jeweils sehr gelegen und ist nicht mehr mit der totalen Durchnässung der Wohnung verbunden.

Sonst geht es uns sehr gut, wir haben die letzten Wochen immer mal wieder Schweizer Besuch erhalten (ehemalige Arbeitskollegen beim Zivildienst usw.). Am 1. Februar hat Thania mit ihrer Arbeit beim SALFA angefangen. Das ist das Spital, wo sie schon ihr Praktikum absolviert hat.

Nun aber zu den nächsten Bildern unserer Weihnachtsferien:
Erster Besuch bei Thanias Familie am Tag nach der Ankunft.
Auf dem Weg zum Eingang des Isalo-Nationalparks - Zebu-Herde und Flussdurchquerung inbegriffen.
Das Isalo-Massiv. Obwohl der Nationalpark geschützt ist, dürfen Mitglieder der Mahafaly-Ethnie ihrer Tradition entsprechend noch heute ihre Toten im Isalo bestatten. Dies in teils schwindelerregenden Höhen zwischen schwer zugänglichen Felsen.
Im trockenen und steinigen Gelände fühlen sich Echsen und...
... Skorpione wohl.
 
 

In der ganzen Hitze und Trockenheit findet sich dann aber doch noch ein kleines Bächlein...
... welches in einem herrlich frischen natürlichen Schimmbecken mündet.
Am Nachmittag kamen Wolken auf und es hat dann auch recht stark geregnet. Aber wie heisst es so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung.
Es gibt im Isalo auch bewaldete Gebiete...
... wo man verschiedene Lemuren-Arten...
... oder auch andere Tiere wie Chamäleons findet.
Zur Abkühlung war ein THB oder die Panache-Variante "Fresh" jeweils sehr Willkommen.

Ich wünsche euch eine schöne Woche und bis bald.

Matthias

Donnerstag, 31. Januar 2013

Felleng

Ein Zyklon mit Namen "Felleng" ist im Anmarsch Richtung Madagaskar. So wie es aussieht wird er zirka 200 km östlich der Insel vorbeiziehen, bevor er dann weiter Richtung Osten abdreht. Wir in Tuléar werden von diesem Zyklon ausser starkem Regen und Wind hoffentlich nicht allzuviel merken. Die Ostküste hingegen, aber auch die Städte auf dem Hochland, werden diesen Zyklon sicher zu spüren bekommen.

Der Zyklon "Felleng", der zwischenzeitlich auf die höchste Stufe 5 ansteigt.
Hoffen wir mal, dass es nicht so schlimm wird wie "Giovanna" und "Irina" letztes Jahr, wobei viele Menschen starben und ganze Dörfer zerstört wurden. Diese Stürme haben die Insel allerdings nicht nur gestreift, sondern sind direkt darüber hinweggefegt:

Der Zyklon "Giovanna" von letztem Jahr.
Der Tropensturm "Irina", auch vom letzten Jahr im Februar.
Es bleibt anzumerken, dass wir in Tuléar letztes Jahr recht verschont blieben, da der Zyklon und Sturm schon recht abgeschwächt waren, als sie hier eintrafen. Die Menschen von der Ostküste haben da meist weniger Glück, da sie halt in exponierter Lage leben.

Hoffen wir das Beste!

Liebe Grüsse

Matthias

PS: Für diejenigen, die es interessiert, hier noch zwei Links mit detaillierten Angaben zum Zyklon "Felleng":

Freitag, 25. Januar 2013

Ferienbericht: Teil 1

Danke Thömu für die Fotos der Ferien. Hier nun der erste Bericht mit vielen Fotos und wenig Text, da ich momentan nicht so dazu komme, mehr zu schreiben:

Aussicht von Thanias Quartier...

... auf die umliegenden Häuser, Strassen und Reisfelder.
In der Stadt beim Königspalast - Aussicht auf das Stadion und den See Anosy mit einem Denkmal in der Form einer Engelsstatue für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten.

Duens Gerüstbau made in Madagascar!
Kratersee in der Nähe von Antsirabe.

Wiederum wunderschöne Aussichten auf die umliegenden Landschaften.



Heruntergekommene Umkleidekabinen aus der Kolonialzeit in der Nähe eines anderen Sees.

Ein Lemur beim Essen von Bambus.

Es ist halt einfach schon schön zu sehen, wenn es noch Grün hat und nicht alles abgeholzt ist.

Der sogenannte Giraffenkäfer, ganz ein cooles Teil!
Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende und bis bald!

Matthias