Montag, 23. Februar 2015

Kostümparty

Hallo zusammen,

Letztes Wochenende waren wir an einem Fest, an dem sich die Männer als Frauen und die Frauen als Männer verkleiden mussten. Folgendes Foto zeigt Thania und Véronique in Aktion:

Die zwei Gangsterinnen machen sich gar nicht schlecht als Männer.
Unsere Visumsvorbereitungen laufen auf Hochtouren: wir haben jetzt alle nötigen Dokumente inklusive Mietvertrag - wir haben eine Wohnung in Vallorbe gefunden - zusammen und Thania wird nächste Woche den Visumsantrag auf der Schweizer Botschaft in Tana stellen. Das heisst für euch: Daumen drücken!

Schöne Woche

Matthias

Samstag, 31. Januar 2015

Permis Malagasy

Heute einmal aktuelle Neuigkeiten von Thania: sie hat im Eiltempo ihr Autopermis gemacht und ist jetzt stolze Besitzerin eines Führerausweises:

Anders als in der Schweiz darf sie nun auch Motorräder fahren.
Wir sind gespannt, ob sie dieses Permis in der Schweiz ganz einfach in ein Schweizerisches umwandeln kann, oder ob sie nochmals eine Prüfung ablegen muss.

Es bleibt zu hoffen, dass mit unserem Visumsantrag auch alles so flott und reibungslos gehen wird. Realistisch gesehen kann man das allerdings nicht erwarten. Wir suchen übrigens immer noch eine Wohnung im Kanton Waadt, bisher hat sich leider noch nichts ergeben. Falls also jemand einen Tipp hat, nur melden!

Nächste Woche fährt Thania nach Tana, um ihren neuen Pass zu machen und einen Teil des Papierkrams zu erledigen, welcher für den Visumsantrag unerlässlich ist.

Nun wünsche ich euch ein schönes Wochenende und bis bald!

Matthias

Sonntag, 11. Januar 2015

Weihnachtsferien in Tuléar




Wie einige von euch bereits vernommen haben, war bei uns über die Feiertage gewissermassen "Volles Haus" - Thanias Grossvater aus Manakara, die Grossmutter, die Eltern, der Bruder und vier Cousins aus Tana waren bei uns zu Besuch. Dies aus zwei Gründen: Thanias Schwester Sasa, welche in Tuléar als Hebamme arbeitet, hat sich verlobt - etwas, das hier in Madagaskar mit einem Fest zelebriert wird - und Thania hat ihre Konfirmation gemacht. Da diese zwei Ereignisse zwischen den Feiertagen stattgefunden haben, hatten wir während den zwei Wochen immer etwas zu feiern.

Wer unsere Wohnung schon mal gesehen hat und jetzt denkt, dass es doch sehr eng gewesen sein musste zu elft, der hat da zwar nicht unrecht, doch es war erstaunlich unkompliziert und gemütlich - jeder hat ein bisschen mitgeholfen und so konnten wir die Zeit mit der Familie in vollen Zügen geniessen. Aber seht selbst:

Einige haben es sich auf der Terrasse gemütlich gemacht (bei den Temperaturen in Tuléar eine sehr gute Entscheidung), ...
... andere im Gästezimmer, ...
... und wiederum andere haben auf dem Sofa oder unseren Liegestühlen geschlafen.
Die Kinder durften/mussten draussen duschen, damit sie uns nicht die ganze Wohnung unter Wasser setzten.
Die Jungs haben ein paar ganz gute Schnappschüsse gemacht, welche in Schwarz/Weiss zu geniessen sind:






Heilig Abend in Tuléar bei Bier und...
... selber gemachten Brochettes (Fleischspiesse).
Ein befreundetes Pärchen aus Belgien hat Heilig Abend bei uns verbracht.
Bei so vielen Leuten mussten gleich zwei Poulets in den Solarkocher, welche dann zur Mittagszeit auch gar waren.
A Gueta!
Am Tag vor der Verlobungsfeier von Sasa, als die Familie ihres Verlobten Mamy bei uns vorbeikam, um sich vorzustellen.
Warten auf den Beginn der Zeremonie.
Auch die Kleinen waren besonders herausgeputzt.
Nach der Verlobungszeremonie, welche hauptsächlich aus Gesprächen zwischen den Eltern und Grosseltern der beiden Familien bestand, dann das Fest.
Mamy und Sasa.
Thanias Mutter mit dem traditionellen Hut aus Manakara.
Thanias Grossvater, am Tag nach der Verlobungsfeier bei Sasa und Mamy zu Hause.
Thanias Grossmutter, welche im Dezember 84 Jahre alt geworden ist.
Was ist denn das für ein Bleichgesicht?
Thania an ihrer Konfirmation - wer hätte gedacht, dass sie so fromm sein kann?
Wer kann es diesem Herrn verübeln, wenn er während einer dreieinhalbstündigen Messe ein kleines Nickerchen macht!?
Nach Abschluss der "Pflicht" dann ein gemütliches Mittagessen zusammen mit Familie und Freunden.
Passend zur Weihnachtszeit haben die Kleinen einige Weihnachtsverse vorgetragen.

Auch die Grossmutter gab einige Gedichte zum Besten.
Als Abschluss der Ferien waren wir noch zwei Tage in Mangily am Strand, wo es allen gefallen hat, aber ganz besonders den Kindern (wir haben sie fast nicht mehr aus dem Wasser gebracht).
So, das wars mit den Eindrücken unserer Weihnachtsferien, nun wünsche ich euch allen einen schönen Abend und eine schöne nächste Woche.

Liebe Grüsse

Matthias


Sonntag, 21. Dezember 2014

Leckere Seegurken!

Vor ein paar Wochen hatte ich die Gelegenheit, eine chinesische Firma, welche Seegurken züchtet und nach China exportiert, zu besuchen.

Hier wird Plankton hergestellt, welches für das Heranzüchten von Seegurken benötigt wird.
In diesen temperierten Becken werden die Seegurken gezüchtet.
Ab einer gewissen Grösse werden sie in mit Salzwasser gefüllte Freiluftbecken verlegt, wo sie sich dann von Schlamm ernähren.
Der freundliche Herr hat uns einige Exemplare aus dem Becken gefischt (oder gegurkt?).
So sehen diese Dinger aus. Sie werden dann aber noch in Gehegen direkt im Meer weiter gezüchtet, bis sie eine Länge von ca. 25 cm erreichen. Danach werden sie getrocknet und für $250 das Kilo exportiert und verkauft.
Von mir aus können sie diese Gurken selber essen, ich bleibe da lieber bei Käse und Wurst. Euch allen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr, falls man sich nicht mehr hören oder lesen sollte.

Tschüss

Matthias

Freitag, 21. November 2014

Reiseimpressionen

Hallo zusammen,

Im Moment bin ich gerade unterwegs, genauer gesagt auf dem Rückweg von Morondava nach Tuléar. Die Arbeit in Morondava, Antsirabe und Fianarantsoa ist erfolgreich verlaufen. Ich bin dann aber schon froh, wieder in Tuléar zu sein - 2500 km in einer Woche ist genug. Hier einige Eindrücke unserer Reise:

Auf der Hinfahrt sind wir in dieses Sandstürmchen geraten.

Dieser Junior-Sumo ist der Sohn meiner Arbeitskollegin. Da er erst sechs Monate alt ist, nahm sie ihn auf diesen Arbeitseinsatz mit.

Unser Auto, um einiges bequemer und schneller als per Taxi-Brousse.

Ob da jemand etwas verkehrt gesehen hat?

Warten, warten, warten an der Bushaltestelle. Wir haben geschlagene fünf (!!!) Stunden gewartet, bevor wir unsere siebenstündige Reise von Antsirabe nach Fianarantsoa antreten konnten (der Rest des Teams ist noch in Morondava, darum sind wir zwei Informatiker mit Taxi-Brousse zurück gereist).

Blühende Reisfelder in Fianarantsoa an einem schön warmen Sommertag.
Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende Euch allen!

Matthias

Sonntag, 9. November 2014

Technologischer Fortschritt im Hause Matthias

Hallo zusammen,

Hier endlich der erste Bericht nach unseren tollen Ferien in der Schweiz. Diesmal ein paar Fotos, welche jedes Stromer-Herz höher schlagen lassen. Bei uns haben sie nämlich einen zweiten Stromzähler installiert, um den Verbrauch der unteren und der oberen Wohnung separat erfassen zu können. Ich lasse die folgenden Fotos sprechen, damit ihr euch ein Bild machen könnt, wie unsere Wohnung an den neuen Zähler angeschlossen wurde:

Ein schönes Loch wurde vom unteren Wohnzimmer durch die 30cm dicke Wand gebohrt, um danach elegant ein Kabel auf unsere Terrasse zu ziehen.
Wir bekommen jetzt über die Aussensteckdose Strom, saubere Sache!
Ich habe jetzt übrigens einen E-Mail-Versand aktiviert, damit ihr immer ein Mail bekommt, sobald ich einen neuen Bericht geschrieben habe. Falls jemand das Mail bekommen oder abbestellen möchte, könnt ihr es mir melden.

Liebe Grüsse

Matthias

Montag, 25. August 2014

Trockenfleisch "Made in Madagascar"

Vor Kurzem habe ich angefangen, unser eigenes Trockenfleisch herzustellen. Die Idee und das Rezept kamen von unserem früheren Chef Otto, der jeweils auch sein eigenes Trockenfleisch gemacht hat. Viel braucht es nicht dazu:
  1. Ein schönes Stück Fleisch, z. B. vom Stotzen, welches man eingerieben mit Salz und Gewürzen einige Tage im Kühlschrank lagert und immer wieder den Saft wegschüttet.
  2. Ein Gestell zum Aufhängen und Trocknen des Fleisches, an das keine Fliegen und sonstigen Insekten kommen dürfen (sonst kriegt man dann eine unappetitlich-böse Überraschung).
  3. Ein kühler und luftiger Ort ohne direkten Sonnenschein.
In der Praxis sieht das dann folgendermassen aus:

Das Fleisch wird nach der Lagerung im Kühlschrank in die selber gebastelte Box gehängt.
Dort bleibt es dann von Stoff geschützt mindestens eine Woche hängen - je nach Dicke der Stücke auch etwas länger - bis es schön getrocknet ist.
Dann wird es in feine Scheiben geschnitten und vorzugsweise zu einem Glas Rotwein oder Notfalls auch zu einem Bier genossen.

Dies ist gleichzeitig der letzte Bericht vor unseren Ferien im September, daher wünsche ich euch allen eine gute Zeit und bis sehr bald, wir freuen uns riesig!

Matthias

Mittwoch, 30. Juli 2014

Ferienbericht Teil 3/3

Nun kommen wir schon zum dritten und letzten Ferienbericht. Nach der langen Reise von Tana bis nach Tuléar haben wir dort zuerst einige Tage ausgespannt, bevor wir nach Sarodrano ans Meer sind, um noch ein bisschen mehr auszuspannen. Zurück in Tuléar ging es dann ab in den Norden nach Morombe, um die gigantischen Baobabs zu besichtigen.

Tuléar

Fondueplausch bei uns zu Hause.
Auch sonst liessen wir uns nicht lumpen bei Kaffee und Kuchen.
Einkauf beim Metzger für ein leckeres Gulasch.

Sarodrano

Immer wieder schön im einfachen, aber idyllischen Hotel "Andrea".
Das Esszimmer: schlicht aber gemütlich.

Eine Frau aus dem Dorf Sarodrano mit ihrem Baby.

Bei einem Spaziergang zum nahe gelegenen St. Augustin. Diesmal haben wir es bis dorthin geschafft - und zwar ohne Ziegen angreifende Hunde (vielleicht mögt ihr euch an eine vergangene Geschichte erinnern).
Eine Echse sonnt sich.


Leckeres Mittagessen.



Morombe

Einige wenige Kilometer von Tuléar entfernt trifft man schon auf die ersten kleinen Baobabs.
Auch strahlend weisse Sandstrände...
... und kristallklares Wasser sind unterwegs zu bestaunen.
Es grünt so schön...
... im Baobab-Wald.
Da kommt man sich doch recht klein vor, neben so einem "Chätscher".
Wer findet das Chamäleon?
Der mit einem Umfang von 27.30 Metern wohl grösste Baobab hier in Madagaskar. Sein Name ist Tsitakakoiky. Das bedeutet in etwa, dass man es nicht schafft, einmal um den Baum zu marschieren, dabei "Uuuh" oder "Aaah" oder einen ähnlichen Laut zu sagen, ohne dabei mindestens einmal Luft holen zu müssen. Kurzes Wort, lange Erklärung...
Die RN9 (Route Nationale 9) war auch schon mal besser in Schuss. Es soll aber ein Projekt zur Wiederherstellung der einst guten Strasse geben. Das glaube ich erst, wenn die Strasse fertig ist.
Wie Tentakel ragen die Arme des Baobabs gen Himmel.
Tanken ist angesagt.
Die Löcher in den Baobabs wurden von Menschen gemacht, um besser hinaufklettern zu können und so an die Früchte zu kommen.

Ein tätowierter Baobab.
Ein Elefanten-Baobab rechts.

Die ganze Fahrt ging durch heisses, trockenes und teils sehr sandiges Gebiet.
Die karge und trockene Landschaft ist ein krasser Kontrast zum strahlend blauen Meer.

Das war es wieder mal für heute. Übrigens dauert es jetzt nur noch einen guten Monat bis zu unseren Ferien in der Schweiz. Wir freuen uns bereits sehr!

Liebe Grüsse aus dem wieder wärmer werdenden Tuléar.

Matthias