Montag, 23. Februar 2009

Sendepause und Funkstille

Wie ihr wahrscheinlich wisst, gehts nächsten Montag ab in den Busch. Es herrscht auf dem Blog also für etwa drei Wochen Sendepause. Da man mit dem Natel keinen Empfang hat in Ampasinambo, kommt noch eine Funkstille dazu (nicht dass ich viele SMS oder so erhalten hätte seit ich hier bin, aber nur dass es gesagt ist :-).

In Mantasoa war es super! Leider hat es fast die ganze Zeit geregnet, also nicht unbedingt die idealsten Wetterverhältnisse für ein Wochendende am See. Wir haben es uns aber trotzdem nicht nehmen lassen, Wasserski und Wakeboard zu fahren. Jakob hat ein Boot mit einem 110PS Motor, das etwa 65km/h schnell fährt. War echt spassig. Ein unangenehmer Nebeneffekt ist der Benzinverbrauch. Das Benzin war pro Person genau so teuer wie die zwei Übernachtungen, das ganze Essen und ein - für die hiesigen Verhältnisse teurer - Restaurantbesuch zusammen. Aber man gönnt sich ja sonst nichts. Wegen dem Wetter habe ich dort nur gerade ein einziges Photo gemacht. Um euch aber trotzdem endlich wieder einmal ein paar Bilder zeigen zu können, habe ich noch ein paar Photos aus unserer näheren Umgebung geschossen.

Leider sind die Bilder ziemlich enttäuschend, dies kann mehrere Gründe haben:
  • Meine eigene Unfähigkeit: eventuell habe ich bei einigen Bildern falsche Einstellungen vorgenommen. Da aber bei meiner Kamera fast alles automatisch ist, sollte dies eigentlich nicht passieren. Grösser ist das Problem, dass ich so meine Skrupel habe, um Leute zu photografieren. Man kann ja nicht einfach wie ein schamloser Tourist vor die Person stehen und ein Photo machen - ich auf jeden Fall kann das nicht. Darum verwende ich halt oft die "Aus-Der-Hüfte-Methode". Der Nachteil ist, dass nicht immer das auf dem Bild erscheint, was man gerne möchte.
  • Allerdings habe ich auch schwer den Eindruck, dass nicht ALLES mein Fehler ist. Die Farben auf den Photos sind gar nicht überzeugend, d.h. alles ist zu hell, fast wie ein weisser Schleier darüber wäre, der die Farben verblassen lässt. Ausserdem sind die weissen Flächen viel zu grell, wie wenn das Photo überbelichtet wäre (was gemäss den Negativen nicht der Fall sein sollte). Mir scheint, als ob sie das mit dem Entwickeln und Abzüge machen hier nicht so im Griff hätten wie bei uns.
Langer Rede kurzer Sinn, was ich sagen möchte ist, dass ich mir wieder mal ein anderes Photogeschäft suchen muss. Respektive habe ich es schon gefunden und muss es noch ausprobieren. Allerdings ist dies in Tana, das heisst ein längerer Weg für mich und längere Wartezeiten für euch, bis ihr die Photos sehen könnt. Nun habe ich AGFA und FUJIFILM ausprobiert und meine Reaktionen waren von unzufrieden bis nicht begeistert. Jetzt kommt KODAK an die Reihe. Wenn ich da auch nicht zufrieden bin, werde ich hier keine Photos mehr entwickeln lassen, sondern warten bis ich zurück bin (denn ich bin mir nicht sicher, ob sie mir die Negative jeweils auch verbockt haben, was gravierend wäre -> wie nennt man das schon wieder? Ach ja, das wäre dann das Lehrgeld, das ich bezahlt hätte :-). Dann müsste ich halt schweren Herzens doch noch eine Digitalkamera mit mir herumschleppen, damit ich euch mit Photos versorgen kann.

Aber genug geschrieben, seht selbst:



Die oberen fünf Bilder habe ich aus dem Flugzeug gemacht, als wir von Tana nach Tuléar und dann weiter nach Fort Dauphin geflogen sind. Wie man beim letzten sieht, kann man hier in Madagaskar sehr gut Badeferien machen :-)


Voilà, hier das einzige Bild aus Lac Mantasoa. Ich werde sicher irgendwann nochmal dorthin gehen, dann werden noch ein paar Bilder dazukommen.

Dies ist mein Arbeitsplatz. Allerdings sieht man mein Büro von hier aus nicht, es ist hinten links im Hangar versteckt.

Und noch fünf Bilder von bei uns im Dorf. Ich habe sie aus der Hüfte geschossen, dementsprechend die Resultate...

So, das wars für die nächsten drei Wochen. Wenn mir noch jemand etwas mitteilen will, ich bin bis am Freitag 14:00 schweizer Zeit über E-Mail oder Blog erreichbar.

Ciao, bis dann.

Mittwoch, 18. Februar 2009

Verlängertes Wochenende

So, Zeit für einen Eintrag, bevor ich ins verlängerte Wochenende gehe :-) Wir (mein Chef Jakob, zwei Arbeitskollegen und ich) fahren morgen Nachmittag nach Mantasoa, dort hat es einen See, der kreativerweise Lac Mantasoa genannt wird. Dieser Ort ist etwa 35 km (Luftlinie, über die Strasse ca. 55 km) von Tana entfernt, wie ihr auf den unten stehenden Karten NICHT sehen könnt (die Skala ist nicht angegeben, müsst mir halt einfach glauben :-).


Und weils so schön ist, grad noch mal im Detail:


Wenn man noch die 20 km von unserem Zuhause bis nach Tana dazurechnet, macht das dann 75 km. Wer jetzt denkt: "Oh, nicht schlecht, ein See in der Nähe, da kann man an einem schönen Sonntag in einer Stunde schnell mal hinfahren", der irrt sich gewaltig! Hier geht alles viel langsamer. Da wir vor dem Dunkelwerden da sein wollen und da die "Reise" gut gerechnet etwa 2-3 Stunden dauert, fahren wir schon um 14:00 los. Ja, das ist doch recht erstaunlich hier: man denkt, so weit ist das ja gar nicht, und trotzdem braucht man für eine Strecke viel länger als bei uns zu Hause. Die Strassen sind halt nicht überall gut...

Sonst gibts nicht so viel zu erzählen, ausser dass letzte Woche noch Adam zurückgekommen ist. Das ist ein Australier, der mit seiner Frau im Moment in Australien lebt, weil sie ein Kind erwartet. Er ist jetzt im gesamten 3 Wochen hier, um den Service an den Flugzeugen zu machen (es sind übrigens beides Cessna Flugzeuge, die wir hier haben). Ich erwähne seine Rückkehr deshalb, weil er der Mieter des Hauses ist, in dem wir wohnen. Wir sind jetzt im Moment also zu viert im Haus. Ich freue mich schon, wenn sie dann im September mit dem Kind zurückkommen.

Nächste Woche werde ich wieder Fotos - einige, die ich aus dem Flugzeug gemacht habe und diejenigen, die ich dieses Wochenende machen werde - hochladen, bevor dann für 16 Tage Sendepause ist. Ich muss halt immer zuerst den Film füllen, bis es neue Fotos gibt, darum habt ein bisschen Geduld. Dafür halte ich euch mit schönen Karten über meine Reisen auf dem Laufenden :-)

Ich würde mal meinen, das wars für heut.

Also, machts gut und bis nächste Woche.

Freitag, 13. Februar 2009

Zu früh gefreut

Tja, kaum beschwert man sich, dass alles viel zu ruhig ist, da krawallt es gleich wieder. Das Mühsame an der ganzen Sache ist, dass wir im Moment grundsätzlich nicht nach Tana dürfen. Das heisst konkret, dass für uns der Ausgang am Wochenende eher ruhig verläuft (also wir bleiben daheim...) :-( und dass es schwer ist, Ausflüge zu machen. Denn die öffentlichen Verkehrsmittel (die Taxi-B) laufen alle über Antananarivo. So sitzen wir also in unserer näheren Umgebung fest. Das ist ja nicht so tragisch, aber ich hoffe doch schon, dass sich die Situation hier wieder soweit beruhigt, dass auch mal ein ein- oder zweitägiger Wochenendausflug irgendwohin drinliegen würde.

Aber es gibt auch gute Neuigkeiten. Und zwar werde ich am 2. März für 16 Tage in den Busch gehen (ein paar wissen das schon). Die "Reise" geht nach Ampasinambo (gelber Punkt auf meiner berühmten Madagaskar-Ausflugs-Karte). Dort werden wir an einer Landebahn für Flugzeuge arbeiten. Da es logischerweise im Moment für Flugzeuge noch unmöglich ist zu landen, fliegen wir im Helikopter dorthin - mein erster Heliflug, ich freu mich schon! Überhaupt freue ich mich wahnsinnig auf diese Erfahrung. Einerseits wird es mir sicher gut tun, mal aus dem Bürosessel rauszukommen und körperlich anzupacken. Vorallem aber freue ich mich auf den Kontakt mit der Bevölkerung. Wir werden dort ja in diesem Dorf leben, wenns gut geht unter einem Dach und sonst im Zelt. Dann werde ich auch sehen, ob mein madagassich-büffeln gefruchtet hat oder nicht :-)

Tja, sonst gibts eigentlich nicht viel Neues zu erzählen. Da unser Bewegungsradius recht eingeschränkt ist und ich durch die Woche arbeite, hat sich eine gewisse Routine eingependelt. Aber wartet nur, bis wir uns wieder frei bewegen können, dann gehts rund! Und nach dem Busch-Trip gibts sicher auch viel zu berichten und zu zeigen (jaja ich weiss, ein paar Photos wären mal wieder fällig. Aber lasst mir Zeit, ich bin hier kein Tourist der mit durchgedrücktem Auslöser durch die Gegend läuft).

Also, bis bald, und wie gesagt, bei Fragen hat es in meiner Mailbox viiieeel Platz :-)

Freitag, 6. Februar 2009

Unspektakuläre Woche

Ein Bürgerkrieg ist nicht ausgebrochen, Hotels oder Flugzeuge wurden keine angezündet, auf der Arbeit gab es keinerlei grössere Probleme, mitgeflogen bin ich diese Woche für einmal nicht - ich bin fast genötigt zu sagen, dass dies eine langweilige Woche war. Aber nein, es gab immer irgend etwas kleines zu tun und so geht die Zeit schnell vorbei. Und in meiner freien Arbeitszeit - nicht zu verwechseln mit der arbeitsfreien Zeit - kann ich mich ganz gut selbst beschäftigen.

Die Unruhen sind wie gesagt vorüber und die Läden wieder offen. Es ist einfach ein bisschen mühsam, um an Milchprodukte zu kommen. Joghurts zum Beispiel gab es diese Woche gar keine, die Milch war auf zwei Liter pro Einkauf beschränkt und die Preise sind natürlich für gewisse Produkte ein bisschen höher als üblich. Was auch sehr mühsam ist, ist die Sperrstunde, immer von 20:00 bis 05:00. Dann ist es nicht so praktisch, am Abend zu jemandem zu gehen, weil man immer rechtzeitig wieder zurück muss. Allerdings habe ich gehört dass die Sperrstunde am 10. Februar wieder aufgehoben wird - hoffen wir das Beste.

Letzten Samstag Vormittag waren wir ein bisschen am Sport treiben. Wir haben Volley- und Fussball gespielt, so ca. von 08:00 bis 11:30. Ist zwar ziemlich früh für einen Samstag Morgen, aber das ist die einzige Zeit, in der die Temperaturen auszuhalten sind. Auf jeden Fall gehe ich morgen wieder dorthin, denn das Fussballspielen hat mir in letzter Zeit schon gefehlt.

Tja, dies war ein eher kurzer Eintrag, aber wenn nicht viel passiert, kann man auch nicht viel erzählen. Bei Fragen ist es ja möglich, einen Kommentar oder eine E-Mail zu schreiben. An dieser Stelle ein Dankeschön an alle, die mir dann und wann etwas schreiben. Damit bleibe ich über das was zu Hause läuft ein bisschen auf dem Laufenden und schlussendlich verkürzt es auch meinen Arbeitstag :-).

So, schönes Wochenende

Dienstag, 3. Februar 2009

Endlich, die ersten Fotos

So, nun hat es geklappt mit den Fotos. Bevor ich aber dazu komme, zuerst noch ein "Lagebericht": die Situation hier hat sich absolut beruhigt. Der Major von Tana wollte die Präsidentschaft übernehmen, aber der Präsident war damit nicht so einverstanden. Jetzt suchen sie den Major, um ihn verhaften zu können. Also voilà, heute lasse ich mal die Bilder für mich sprechen:

Mein edles Zimmer

Nun drei Bilder aus Antsirabe mit den berühmten "Pousse-pousse". Die zwei ersten Bilder habe ich aus der Hüfte geschossen, wenn sie also nicht so gut sind, sorry:






Und nun drei Bilder bei uns im Garten, mit einem kleinen Chamäleon:




Nächstes mal kommen dann unter anderem Bilder, die ich aus dem Flugzeug geschossen habe, damit ihr auch die Landschaft(en) sehen könnt.

Bis dann

Matthias

Mittwoch, 28. Januar 2009

Mora mora

Hallöchen,

Wer etwas über die Unruhen wissen will, kann die Kommentare des letzten Eintrages lesen. Im Moment kann niemand sagen, wie es weitergeht. Das wird sich wahrscheinlich dieses Wochenende zeigen. Aber bitte keine Fragen mehr, ich weiss auch nichts, nur dass es bei unserer Seite der Stadt ruhig ist.

So, jetzt zu den "Nicht-die-mühsamen-Unruhen" betreffenden Dingen. Der Titel dieses Eintrages wird "Mura-murr" ausgesprochen und das heisst so viel wie "Nur mit der Ruhe", oder "Langsam, langsam", oder "Nur Geduld". Genau, denn Geduld muss man hier haben, das kann ich euch sagen. Und ihr müsst euch deshalb noch auf die ersten Fotos gedulden und euch mit meinen Texten zufrieden geben. Ich war also im Fotogeschäft, um den Film entwickeln zu lassen und einen Abzug von jedem Foto zu bekommen. Die Negative sind zum Glück in Ordnung, aber ihr könnt euch nicht vorstellen, was sie mit den Fotos zustande gebracht haben. Erstens sind von den 36 nur gerade mal 21 gemacht worden. Das wäre ja eines, aber jetzt kommt der Hammer: stellt euch vor, man nehme ein Foto von der Grösse 15x10cm und vergrössert es auf 45x30cm. Dann unterteilt man dieses Foto in drei Kolonnen und drei Zeilen. Dann hat man neun Fotos von der Grösse 15x10cm. Dann nimmt man das mittlere Foto und gibt es dem Kunden. Dann schaut der Kunde die Fotos an und denkt: "Ich bin ja sicher kein Profifotograph, aber habe ich wirklich SO schlechte Fotos geschossen?". Zum Glück habe ich dann rausgefunden, dass die Antwort darauf "Nein" ist. Tja, DIES ist eben auch Madagaskar! Mal schauen ob ich mein Geld zurück kriege.

So, jetzt aber zu den unter anderem erfreulichen Dingen, die ich seit dem vorletzten Eintrag erlebt habe:

Letzten Freitag war ich bereits auf meinem zweiten Flug mit der MAF. Mein Chef hat mir am Donnerstag Nachmittag mitgeteilt, dass alle Freiwilligen Arbeiter mit auf den Flug kommen können ("Ein bisschen Ferienstimmung muss ja schliesslich auch sein", hat er gemeint). Die Piloten mussten ein paar Übungen absolvieren, darum hatte es so viele freie Plätze. Wir waren also in Antsirabe, das ist ein grösseres Dorf - oder ein kleines Städtchen - etwa 170km südsüdwestlich von Tana. Dort hatten wir dann ein wenig Zeit, rumzuschlendern, während die Piloten ihr Training absolvierten. Dabei habe ich auch das eine oder andere Foto geschossen, wie gesagt kann ich aber leider noch keines davon zeigen. Ich habe mal probiert, sie aus der Hüfte zu schiessen, damit die Leute nicht merken, dass sie fotographiert werden und deshalb natürlich bleiben. Wie ich aus den Negativen herausgesehen habe, war das nicht so eine phänomenale Idee, ich werde das also für nächstes Mal eher sein lassen :-)

In Antsirabe hat es sehr viele von diesen Rikschas ("Pousse-pousse" genannt). Da im Moment nicht so viele Touristen da sind, haben diese Arbeiter nicht viel zu tun. Darum sind sie uns auch eine Stunde gefolgt, bevor sie uns wieder zum Treffpunkt zurückbuxieren konnten. Es wollten uns auch viele Einheimische etwas verkaufen, so kommt man recht schnell mit ihnen ins Gespräch. Das ist interessant und macht Spass.

Am Nachmittag ist dann ein neuseeländischer Kollege wieder nach Hause geflogen. Wir waren also mit ihm am Flughafen und haben noch ein Abschiedsbierchen getrunken. Dann am Abend eines der Highlights: wir waren bei einem anderen Arbeitskollegen eingeladen und haben "Die Siedler von Catan" gespielt. Ich kann also sogar hier spielen! Leider heisst Erz auf englisch Ore, aber man kanns auch ein bisschen gedehnt aussprechen: "OOOAAAAARRR" (diejenigen die schon mit mir gespielt haben, wissen was ich meine :-). Sonst ist am Wochenende nicht mehr sehr viel passiert. Wir haben noch einen Grill organisiert um anständige BBQs zu machen. Für drei Kilo Fleisch bezahlt man so 8-9 CHF, man kann also jeden Tag deftigst reinhauen wenn man will :-)

Dann am Montag haben leider diese Unruhen angefangen. Der Mob hat in der Stadt Läden geplündert und Sachen angezündet. Dann hat es mal geheissen, dass die Leute ein Hotel vom Präsidenten niederbrennen und vielleicht auch die Flugzeuge in die Luft jagen wollen. Da unser Hangar direkt neben dem des Präsidenten ist, war es besser, am Nachmittag ein wenig früher Feierabend zu machen und nach Hause zu gehen. Es ist aber dann schlussendlich nichts von beidem passiert. Am Dienstag und Mittwoch mussten wir dann zu Hause bleiben, wir waren also Gefangene in unserem eigenen Haus. War schon mühsam.

Überraschenderweise hat mein Chef mir am Mittwoch Nachmittag angerufen und gefragt, ob ich am Donnerstag Lust auf einen langen Flug hätte. Was für eine Frage! Wir waren im Südwesten der Insel, in Tuléar (Toliara auf madagassisch), um zwei Frauen abzuholen. Anscheinend gab es dort unten auch Plünderungen und Tote und sie hatten die Hosen voll. Wir mussten sie also nach Ford Dauphin fliegen, das ist noch weiter südlich, aber an der Ostküste. Dort wurden wir von zwei Deutschen, die dort leben, zu einem spektakulären Mittagessen eingeladen. Danach sind wir wieder nach Tana zurückgeflogen. War also wieder einmal ein herrlicher Tag. Ich habe auch einige Fotos gemacht die ich hoffentlich mal zeigen kann. Jetzt habe ich schon einiges gesehen bei diesen drei Flügen in den drei Wochen die ich hier bin. Wenn ich diesen Schnitt halten kann - ein Flug pro Woche - werde ich ziemlich viel rumkommen (wird aber wahrscheinlich nicht der Fall sein, wäre ja übertrieben :-).

Ich habe mir gedacht, wenn ich schon keine Fotos zeigen kann, dann wenigstens eine Karte, wo die Orte eingezeichnet sind, welche ich schon besucht habe. Also hier die Karte:


Rot ist dort wo ich arbeite, blau die Orte, die ich letzte Woche besucht habe - Besalampy und Antsirabe - und schlussendlich die grünen Markierungen für die Orte, wo wir gestern waren.

Ja nun, und heute ist wieder arbeiten angesagt. Das wars schon, bis zum nächsten mal.

Matthias

Bericht zur Beruhigung wegen den Unruhen

Hey,

Vorhin habe ich einen Artikel auf 20min gefunden:

http://www.20min.ch/news/ausland/story/18462843

Und bevor jemand diesen Artikel liest oder etwas im Fernsehen sieht und sich Sorgen um mich macht (könnte ja sein), schreibe ich direkt einen "Beruhigungseintrag". Wir sind nicht wirklich betroffen von den Unruhen, da wir etwa 20km ausserhalb der Stadt wohnen. Es ist eher einfach mühsam, da man nicht überall mehr einkaufen kann und z. B. nur schwer an Milch und Joghurts kommt. Jetzt wird aber das Militär eingesetzt und wir hoffen, dass sich die Lage dadurch beruhigt. Jetzt wo ich schon mal hier bin würde es mich ehrlich gesagt ärgern, wenn ich vorzeitig nach Hause müsste :-) Aber soweit ist es ja nicht...

Eigentlich wollte ich gestern die Fotos abholen, die ich habe entwickeln lassen. Leider hat sich alles wegen der momentanen Lage ein wenig verzögert. Ich hoffe, dass ich sie heute oder morgen holen kann, damit ich dann meinen nächsten Eintrag mit ein paar Fotos schmücken kann (vorausgesetzt, sie lassen sich sehen, da ich sie aus der Hüfte geschossen habe, damit die Leute nicht merken, dass sie fotografiert werden).

Aber ja, das wars für heute. Mehr im nächsten Eintrag.

Ciao

Donnerstag, 22. Januar 2009

Mein erster Flug

Yeah, mit dem Flug hat es dann unerwarteterweise doch noch geklappt. Zu Hilfe kam mir das schlechte Wetter. Der für am Morgen geplante Flug wurde abgesagt. Einer unserer Piloten musste dann allerdings am Nachmittag (leer) dorthin fliegen, um vier Leute abzuholen. Dann hat er mich freundlicherweise gefragt, ob ich Zeit hätte... Natürlich hatte ich Zeit! Wir sind dann also nach Besalampy geflogen. Das ist ein Dorf nordwestlich von Tana, ca. 400km entfernt, etwa 3 Meilen von der Küste. Dieses Dorf ist nur per Flugzeug erreichbar. Es hat zwar ein paar Strassen (oder besser gesagt Pfade), aber ich bezweifle stark, dass diese im Moment befahrbar sind. Es hat die letzten Tage stark geregnet und ein Fluss ist dort über die Ufer getreten.
Ich hatte also einen recht gemütlichen Nachmittag. Das Wetter war zwar alles andere als schön, aber wenn wir tief genug geflogen sind, hatte man trotzdem einen sehr guten Blick auf die Landschaft. Es war wunderschön! Leider hatte ich meinen Photoapparat nicht dabei, es wird von diesem Flug also keine Photos geben. Aber es war sicher nicht das letzte Mal, dass ich mitgeflogen bin :-).

Letzten Freitag waren wir in Tana im Ausgang. Es war recht cool, allerdings mit ein paar Wermutstropfen. Während wir es uns in den Bars und Clubs gutgehen liessen, waren kleine Kinder draussen am betteln. Das ist dann schon sehr traurig, aber leider gang und gäbe hier. Geld sollte man ihnen keines geben, da sie dies sowieso wieder abgeben müssen.
Als wir dann nach Hause wollten, wurden wir etwa eine halbe Stunde von der Polizei aufgehalten, weil die unsere Pässe kontrollieren wollten. Da jemand zur Sicherheit nur eine Kopie seines Passes dabei hatte, wollten die Bullen halt ein bisschen Geld, um uns ziehen zu lassen. Wir blieben aber hart und gaben ihnen nichts, dann haben sie uns schlussendlich doch noch gehen lassen.

Am Samstag waren wir dann wieder in Tana zum Essen. Wir waren so in einem Ami-Restaurant. Das Essen war zwar sehr gut, es hat mir aber nicht so gefallen dort. Es war so ein typisches Restaurant für Touristen, wo gar keine Einheimischen hingehen (ausser die, die arbeiten). Ich sage mir, wenn man schon nach Madagaskar geht, dann soll man halt auf Burger verzichten... Aber jetzt weiss ich es ja und gehe nicht mehr dorthin :-)
Wir waren dann eine Bande von ca. 10 jungen weissen Leuten, als wir so durch die Strassen marschierten. Dann habe ich einen älteren Herrn mit einem kleinen Kind gesehen. Der Mann hat auf uns gezeigt, wie dem Kind zu sagen: "Schau mal, alle diese Wasa" ("Wasa" = Fremder/Weisser). Es ist wahrscheinlich nicht alltäglich, so viele junge weisse auf einem Haufen zu sehen :-). Auf jeden Fall bin ich zu ihnen hin, habe sie auf madagassich begrüsst, dem Kind die Hand geschüttelt und adieu gesagt. Der Mann hatte sichtlich Freude. Das sind dann so die schönen Momente wo man denkt, "Wow, cool bin ich hier".
Es gibt aber auch unschöne Momente, so wie dem einen Kollegen, dem das Notebook gestohlen wurde, und zwar aus der Wohnung! Er war kurz draussen und hat die Türe nicht geschlossen. Als er zurückkam, sah er jemanden wegrennen. Das ist dann schon Mühsam mit der Polizei und den Rapporten und allem. Mir ist zum Glück noch nichts derartiges passiert. Aber ein Jahr ist lange und solche Momente werden vielleicht schon noch kommen. Man muss halt ein bisschen aufpassen...

Ja bon, das wärs für heute. Bis bald.

Matthias

PS: Ich freue mich noch immer über Meldungen von zu Hause :-)

Freitag, 16. Januar 2009

Nur noch...

... 51 Wochen, dann komme ich schon wieder nach Hause :-)

Die 1. Woche wäre hiermit überstanden. Seit dem letzten Eintrag hat sich nicht viel getan, ausser dass ich vergessen habe zu erwähnen, dass wir zu Hause auch zwei Hunde haben. In dem Haus wohnt noch eine Ehepaar, das im Moment nicht hier ist. Darum müssen wir uns um die Hunde kümmern. Wir haben uns auch schon gedacht, eventuell ein paar Hühner zuzulegen, damit wir immer frische Eier haben und dann mal ein Poulet grillen können :-)

Für diejenigen, die meine Adresse wollen, um etwas zu schicken (nicht dass jemand muss...):

MAF Madagascar
BP 132
Ivato Aéroport
Antananarivo 105

Ich denke es ist am besten, wenn ich die Adresse des Arbeitsplatzes angebe. Die genaue Adresse des Hauses habe ich gar nicht (resp. bin mir nicht ganz sicher).

Wie schon angetönt werde ich meinen Einsatz verlängern. Dies sollte eigentlich kein Problem sein. Das bedeutet also, dass ich Anfang Januar nächsten Jahres nach Hause zurückkehren werde.
Ich hatte gehofft, dass ich nächste Woche mit dem Flugzeug mit an die Westküste mitfliegen kann. Leider sieht es so aus als wäre der Flug ausgebucht. Aber es werden sich schon noch Gelegenheiten ergeben. Es ist eigentlich recht locker - wenn Plätze frei sind, ist es eigentlich immer möglich mitzufliegen. So kann ich hoffentlich die ganze Insel ein wenig zu Gesicht bekommen. Übrigens, so ab September wäre eine gute Zeit, um mich zu besuchen :-) Oktober sei sogar ein sehr schöner Monat hier. Und November, Dezember sind sehr warm.

So, ich melde mich nächste Woche wieder und gehe nun ins Wochenende. Freue mich auf Nachrichten von zu Hause.

Bye

Dienstag, 13. Januar 2009

Lebenszeichen aus Madagaskar

Ciao zäme,

Für diejenigen, die es noch nicht wissen: ich bin hier unten gut angekommen. Vor und während der Reise hatte ich schon ein SEHR mulmiges Gefühl, da ich nicht genau wusste was mich denn erwartet. Aber alle Befürchtungen waren umsonst. Da noch ein anderer Zivi hier unten ist habe ich durch ihn schon viele nette Leute kennen gelernt und auch die Gegend schon ein wenig gesehen.

Am Samstag waren wir in der Hauptstadt Antananarivo (oder kurz Tana). Schon nur die Reise dorthin ist ein Erlebnis. Dorthin verkehren sogenannte Taxi-B, das sind alte Renault- oder Merzedes-Busse mit 15 Plätzen oder so. Dort sind dann jeweils viel zu viele Leute drin :-). Dafür ist es sehr günstig.
Zuerst waren wir bei einem Arbeitskollegen zu Hause, um ein Computerproblem zu lösen. Wir wurden dann gleich zum Mittagessen eingeladen. Dort hatte ich an meinem ersten Tag gleich einen Einblick in eine madagassische Familie. Das Leben der meisten Menschen hier ist für unsere Verhältnisse extrem bescheiden, aber die Leute sind sehr nett. Vorallem, wenn man sie zum Beispiel auf Malagassy grüsst. Dann haben sie jeweils Freude. Aber mit Französisch kommt man gut durch.
Am Nachmittag waren wir dann ein wenig im Stadtzentrum. Als Weisser hat man es nicht leicht, da man andauernd von jemandem angehalten wird, etwas zu kaufen oder Geld zu wechseln (übrigens bin ich hier mehrfacher Millionär, da 1 Mio. Ariary etwa 600 CHf sind :-) Die Stadt ist im Grossen und Ganzen sehr überfüllt und luftverschmutzt, aber doch irgendwie nett, einfach mal etwas anderes als bei uns.

Wenn man hier ein Bier bestellt, kriegt man gleich eine grosse Flasche. Gross heisst 6.5 dl! Und kostet umgerechnet nicht mal 1 CHf. Wenn man in ein "normales" Restaurant geht, d.h. nicht gleich 5-Stern, dann kann man sich für weniger als 4 Franken satt essen und trinken. Wenn man statt Bier z. B. Cola nimmt und die Vorspeise weglässt, kommt man unter Umständen mit weniger als 2 CHf aus. Und hat trotzdem genug (die Madagassen essen extrem viel Reis, alles bekomme ich im Moment unmöglich runter, aber ich arbeite dran :-)! Ich habe ja gewusst dass es hier günstiger ist als bei uns, aber grad in diesem Ausmass, das hätte ich dann doch nicht gedacht.

Auf der Arbeit ist bis jetzt auch recht gemütlich (hesch rächt ghäbe Phili). Ich muss einfach da sein wenn Probleme auftauchen. Mal sehen was für Projekte sich mein Boss ausgedacht hat, um mich ein Jahr zu beschäftigen. Was cool ist, ist dass wir von der MAF ein Auto zur Verfügung haben (gratis), um den Arbeitsweg zu bewältigen. Da mein Zivi-Kollege sein Permis verloren hat, bin ich nun der Fahrer eines 4x4 Jeeps (as riise Ding). Ich bräuchte aber einen internationalen Führerausweis, glaube ich. Mais bon... Ich schaue dann, ob ich einen madagassischen kriege, da ich ja recht lange hier bin. Der absolute Oberhammer ist aber, dass man auf dem Flugplatzareal den Pannenblinker und Achtung, jetzt kommts, ein Polizei-Blinklicht wie im Film die Zivilbullen einschalten muss :-))

Wir wohnen in einem ruhigen (naja, sieht man mal von den bellenden Hunden und krähenden Hähnen ab) Quartier in einem grossen Haus. Im Moment zu zweit, ab mitte Woche dann zu dritt. Auf jeden Fall habe ich mein eigenes Zimmer und es ist ziemlich schön dort. Putzen und abwaschen müssen wir auch nicht, das besorgt eine Putzfrau (da sind wir schon verwöhnt, aber man muss auch sagen dass damit ein Arbeitsplatz geschaffen wird).

So, das wärs für heute. Für Photos müsst ihr euch noch gedulden. Zuerst muss ich einen Film fertig brauchen und dann die Photos entwickeln lassen. Sollte aber kein Problem sein, denn ich bin ja in einem Entwicklungsland. Ha, ha, scheiss Witz.

Auf jeden Fall freue ich mich auf Nachrichten von zu Hause (und wenn ich "zu Hause" sage, dann meine ich alle!).

Bis dann.

Matthias

Samstag, 8. November 2008

Das Ende naht

Aber hoffentlich nicht meines, sondern nur das des Aufenthaltes :-)

Also, diese Woche war wie erwartet gemütlich. Ich hatte viel Zeit um meinen Rapport nochmals durchzusehen und die Präsentation vorzubereiten. Das lief dann alles auch recht glatt, und nun bin ich endlich fertig mit dem Projekt. Na gut, natürlich muss ich auch noch die Präsentation in der Schweiz halten, aber wenigstens kann ich die letzten Tage hier noch geniessen.

Diese Woche waren wir also am NHL Match (ja Alain, ich habe Bilder für dich gemacht, siehe weiter unten ;-). Einige Kommentare zum Match: Also die Calgary Flames haben verloren 2:4, aber das ist egal... Der Match war recht interessant, man merkt schon den Unterschied zwischen NHL und was wir bei uns haben :-) Obwohl es Dienstag war, war das Stadion mehr oder weniger ausverkauft, und es hat ausschliesslich Sitzplätze.
Nun zum schlechten Teil: die Fans hier sind eine Katastrophe! Keine Teilnahme und nichts. Im Stadion ist es so leise, dass man die Spieler auf dem Eis unten Atmen hören kann. Und wir waren ganz oben im Stadion... Also mal ehrlich, die Leute hier können die besten Spieler der Welt sehen und unterstützen sie kein bisschen. Die sollten mal einen Match Gottéron - Bern anschauen kommen, dann könnten sie was lernen. Also wirklich! Keine Atmosphäre hier und nichts.



Hmm ja das wars für diese Woche. Da dies aber mein letzter Eintrag von Kanada ist, schreibe ich auch kurz was ich nächste Woche so vorhabe.
Also heute gehen wir an ein Fest, denn zwei der Freiburger gehen morgen nach Hause. Am Montag laden wir unsere Vermieterin, ihren Sohn und den anderen Untermieter zum Essen ein. Für am Mittwoch wurde ich dann von meiner Projektverantwortlichen zum Essen eingeladen. Ja und dann am Mittwoch Abend heisst es ab nach Hause.

Zusammenfassend, was ich vermissen werde:
- die Rauchfreiheit (oh ja das wird hart wieder in die verrauchten schweizer Beizen zu sitzen)
- einige der flotten Leute hier

Was ich nicht vermissen werde:
- die Stadt Calgary. Sie besteht hauptsächlich aus Geschäftsgebäuden. Fribourg hat 1000x mehr Charme.
- Fast-Food
- die öffentlichen Verkehrsmittel hier (gestern haben wir eine halbe Stunde in der Kälte auf den Bus gewartet, schon das zweite mal diese Woche)

Ehm ja, so im Grossen und Ganzen freue ich mich schon für nach Hause.

Ach ja, am Freitag 14. November von 16:30 - 21:00 und am Samstag 15. November 9:00 - 12:00 ist noch Diplomausstellung bei uns in der Ingenieurschule. Natürlich werde ich auch - zumindest körperlich - anwesend sein. Wenn sich also jemand für mein Projekt interessiert, so kommt doch vorbei um es anzuschauen. Falls es euch nicht interessiert, so kommt doch trotzdem vorbei, um einen kleinen Schwatz zu halten. Falls ihr noch nicht ganz sicher seid, ob ihr kommen sollt oder nicht, es hat auch Bier.

So, dann würde ich mal meinen, bis bald, wenn das Flugzeug nicht abstürzt (wir nehmen sogar zweimal ein Flugzeug, das heisst die Chancen sind doppelt so hoch...). Me nei wär deicht de so eppis.

Ciao

Matthias

Samstag, 1. November 2008

Halloween

Letzten Sonntag waren wir im Olympischen Park hier in Calgary. Diejenigen, die sich erinnern mögen, '88 war ja hier die Winterolympiade. Auf jeden Fall werden die Skilifte und so noch gebraucht, aber die Sprungschanzen sind ziemlich ungepflegt. Die Bobbahn hingegen wird noch unterhalten, sie waren sogar schon dabei, sie für diesen Winter vorzubereiten. Wäre witzig gewesen, auf dem Eis nach unten zu rutschen, aber das ist natürlich viel zu gefährlich, darum haben wir es sein lassen :-)



Gestern war hier Halloween. War echt witzig, die Kinder zu sehen wie sie von Haus zu Haus ziehen um Süssigkeiten einzusammeln. Ich hatte das Gefühl unsere Vermieteren hatte an all dem noch viel mehr Spass als die Kinder *GG*. Sie war ganz stolz dass soviele Kinder wie noch nie vorbeigekommen sind. Sie denkt es lag vielleicht am warmen Wetter. Ich denke es lag an uns flotten Schweizern :-). Nei seich fertig tumm ta.
Am Abend sind wir dann an eine Party. Natürlich nicht verkleidet. Wir haben uns gedacht, dass es etwa so wie bei uns ist, wo die eine Hälfte verkleidet an die Fastnacht geht und die andere unverkleidet. Denkste! Wir waren die einzigen Dudes ohne Verkleidung. Aber es war trotzdem lustig.

Mit dem Projekt läuft es erstaunlich gut. Eigentlich bin ich fertig. Wenn die Lehrer in Fribourg also nicht alles zerreissen was ich gemacht habe, dann habe ich noch eine recht gemütliche Zeit vor mir :-) Nicht gerade Ferien, denn ich muss noch eine Präsentation vorbereiten und einige andere Sachen, aber doch recht gemütlich.

Sodela, das wars wieder mal. Nächste Woche gehen wir noch an einen NHL Match, mal schauen wie das wird.

Bis dann

Matthias

Samstag, 25. Oktober 2008

Fondue und Spaghettiplausch

Sälü zäme,

Wie gehts? Letzten Samstag waren wir bei einer House-Party eingeladen. Es war cool, obwohl - oder gerade weil - wir Freiburger in der Überzahl waren :-) (es hat wirklich viele Freiburger hier, schon nur wir 7 die die Diplomarbeit machen, und dann etwa nochmal soviele die ihren Master oder Doktor machen...). Auf jeden Fall gab es ein Fondue mit richtigem schweizer Käse! Es war nicht schlecht, obwohl es unserem daheim bei weitem unterliegt (die Mischung war Greyerzer und Emmentaler, speziell...).

Am Dienstag dann besonders witzig, also Achtung, jetzt wirds kompliziert: der Sohn unserer Vermieterin hatte einen Professor, als er noch zur Uni ging (der Sohn, nicht der Professor :-). Dieser Professor ist gestorben, aber er war ursprünglich Schweizer. Seine Frau lebt noch und ist auch ursprünglich Schweizerin. Als sie nun erfahren hat dass drei flotte Schweizer hier in Calgary weilen, hat sie uns kurzerhand eingeladen. Da waren wir also, unsere Vermieterin, ihr Sohn und wir drei Studenten. Es war wirklich super! Zwei ihrer Söhne waren auch dort. Was besonders witzig ist, ist dass diese Söhne eigentlich waschechte Kanadier sind, denn sie sind ja hier aufgewachsen und zur Schule gegangen usw. Aber sie sprechen sehr gut Schweizerdeutsch. Speziell, aber lustig :-)

Ja bon, und sonst bin ich halt immer ein wenig am Projekt. Nun habe ich noch zwei Wochen Zeit, es sollte aber machbar sein.

Sodela, bis bald

Matthias

Samstag, 18. Oktober 2008

Ehm, ja bon a Titu we nid schlächt

Letztes Wochenende waren wir in der Stadt, wo ich in einem Park mit einem älteren Herrn eine Runde Schach gespielt habe.


Danach nahmen wir unser Auto und gingen einkaufen.


Aber jetzt mal im ernst: letzte Woche waren zwei Lehrer aus Fribourg bei uns, um unsere Projekte anzuschauen. Ich glaube sie waren mit allen von uns zufrieden. Am Montag gingen wir zusammen mit ihnen und Ehemaligen der Ingenieurschule, die jetzt den Master oder Doktor hier machen, in ein gediegenes Restaurant essen.

Sonst gibts hier nicht viel Neues, das Projekt kommt gut voran und in dreieinhalb Wochen kehre ich ja schon wieder in die Schweiz zurück. Ach ja, wer von euch hat schon AC/DC Tickets? Ich hoffe dass jemand ein paar hat ergattern können. Wäre sonst schade...

Bon, a höuba

Matthias

PS: Ach ja, vielleicht noch ein Wort über das Waschen hier. Daheim lernt man ja, dass man die Wäsche nach Farbe, Temperatur, Stoff, etc. aufteilt und separat wäscht. Hier ist das ein bisschen anders. Unsere Waschmaschine hat drei (!) verschiedene Temperaturstufen (wow!). Daher haben wir uns gesagt, "va chier", jetzt waschen wir immer alles durcheinander :-) (ja ich weiss, die Hausfrauen/-männer unter euch werden sich die Haare raufen).

Ciao

Freitag, 10. Oktober 2008

Liegt es an mir,...

oder sind die Geldautomaten hier in Kanada einfach nur bescheuert? Folgendes Bild zeigt was passiert wenn man das Geld für die Miete beziehen will.

Voilà, dies bekommt man hier, alles 20-Dollarscheine. So viele, dass man sein Portemonnaie nicht mehr biegen kann.

So, also letzten Sonntag waren wir wie geplant im Zoo. Es war zwar schön, aber die Tiere tun mir eigentlich leid. Wenn man überlegt, dass man in einem Nationalpark die Tiere in ihrer freien Wildbahn bewundern kann und im Zoo alle eingesperrt sind, dann gibt einem das schon zu denken.

Am Montag waren wir im "Kino". Bei uns in der Uni zeigen sie jeden Montag einen aktuellen Film, dieses mal war es "The happening" (für alle die vorhaben, diesen Film zu schauen, tut es nicht, er ist schlecht!). Das Gute an diesem Kino ist, es ist gratis für alle Studenten. Wir sind hier zwar nicht als Studenten, sondern als Mitarbeiter angesehen, weil wir keine Kurse nehmen, aber wenn man die Karte schnell genug zeigt klappt es trotzdem :-). Ausserdem kann man für $2 soviel Popcorn essen wie man will :-)

Am Dienstag sind wir Bingo spielen gegangen. War echt witztig! Es findet jeden Dienstag so in einer Punk-Bar statt und der Typ der die Nummern sagt ist ein richtiger Sprücheklopfer. Ich war auf jeden Fall nicht das letzte mal dort.

Am Mittwoch war wie immer Chicken Wings Abend, dann sind sie echt billig (10 Stück für $2.50). Wenn man richtig Hunger hat nimmt man 20 und dann hat man für $5 gegessen.

Donnerstag ist Ruhetag, oder wie war das noch mal?

Heute Abend gehen wir essen, eine Kollegin hatte gestern Geburtstag und heute feiern wir dies. Heute habe ich auch wie geplant den ersten Teil meines Projekts abschliessen können. Bin ich froh. Hier unten ein Bild meines kleinen Programms, damit ihr euch besser vorstellen könnt was ich hier gemacht habe.


Im Programm habe ich einfach die Bilder von diesem hübschen jungen unbekannten Herren geladen und dann wurden die Gesichtsmerkmale automatisch erkannt. Voilà, das habe ich während 5 Wochen gemacht...

Dieses Wochenende feiern wir zu Hause Thanksgiving, wir wurden von unserer Vermieterin zum Essen eingeladen. Ich freue mich schon, dann müssen wir mal nicht kochen. Am Montag ist dann offiziell Thanksgiving, aber ich muss in die Schule gehen, weil ein Lehrer von mir unsere Projekte anschauen kommt. Aber diesen Feiertag hole ich früher oder später nach :-)

So, Schluss für heute und ab ins Wochenende. Bis bald.

Matthias

Samstag, 4. Oktober 2008

Auf dem Campus hat es...


Genau, Hasen! Und zwar nicht nur ein ungerades mal, sondern jeden Tag sind sie am grasen. Ich habe so eine Idee was wir machen könnten falls wir einmal kein Geld für Fleisch mehr haben...

Dieses Wochenende ist ein bisschen ruhiger, man kann ja nicht immer ein verlängertes Wochenende machen um im Land rumzureisen. Wahrscheinlich gehe ich morgen in den Zoo und am Abend habe ich dann einen Fussballmatch (Indoor). Zu dieser Mannschaft bin ich gekommen weil bei uns im Haus noch ein Iraner wohnt, und der hat eben eine Mannschaft mit seinen Kollegen. Ein bisschen Sport tut gut bei all dem Fastfood hier. Aber bei uns zu Hause kochen wir meistens recht gesund mit Gemüse und allem, von dem her ist es noch nicht so schlimm.

In zehn Tagen hat es einen NHL Match, Calgary Flames gegen Colorado Avalanches, den gehen wir wahrscheinlich schauen, wird sicher cool.

Für diejenigen die es interessiert was ich sonst so den ganzen lieben Tag lang mache, sprich das Projekt, es geht um folgendes:
Grob gesagt muss ich ein Programm schreiben, mit dem man ein Bild einer Person öffnen kann und welches die Form der Gesichtsmerkmale - Augenbrauen, Augen, Nase, Mund und Backen-Kinnbereich - erkennt. Der zweite Teil handelt dann darum mit diesen Daten etwas schlaues anzufangen, z. B. zu erkennen ob die Augen geöffnet oder geschlossen sind, die Augenbrauen gehoben oder gesenkt, usw...
Im Moment bin ich noch am ersten Teil, allerdings habe ich geplant diesen nächste Woche abzuschliessen. Wenn alles normal läuft sollte dies machbar sein.
Am Anfang hatte ich ein wenig Probleme, weil ich gedacht habe dass ich alles von Grund auf selber entwickeln muss. Das wäre ein Ding der Unmöglichkeit gewesen, erstens weil es unglaublich schwierig ist und zweitens weil es viel mehr Zeit in Anspruch nimmt als ich zur Verfügung habe. Glücklicherweise habe ich aber bestehende Elemente gefunden (Schwein gehabt) die ich verwenden kann. Jetzt blicke ich mehr oder weniger durch und es macht Spass an diesem Projekt zu arbeiten. Wenn alles gut läuft werde ich am Schluss ein cooles Programm zum Zeigen haben.

So genug für heute, ich muss noch Wäsche machen :-)

Bis bald

Matthias

Dienstag, 30. September 2008

Weils so schön war...

... haben wir letztes Wochenende wieder einen Ausflug in die Rockies gemacht. Diesmal aber auf eigene Faust. Dies ist auch der Grund weshalb ich erst jetzt einen Eintrag schreibe. Wir sind nämlich letzten Freitag schon am Mittag aufgebrochen und erst am Sonntag Abend nach Hause zurückgekehrt. Aber alles der Reihe nach. Zu sechst haben wir zwei Autos gemietet und sind am Freitag nach Jasper gefahren (ca. 420km). Dies ist ein kleines Dorf im gleichnamigen Nationalpark. Dazu mussten wir zuerst den Banff Nationalpark durchqueren und dann noch einen Teil des Jasper Nationalparks. Schon nur die Fahrt dorthin war ein Erlebniss! Die Berge, Seen, Flüsse, Wälder und überhaupt die ganze Natur ist wunderschön hier.

Jasper

Unsere Unterkunft war in einer Jugendherberge ausserhalb von Jasper. Ohne fliessend Wasser, aber wenigstens hatte es Strom und eine Heizung.


Am Samstag hat es leider geregnet. Wir sind aber trotzdem an einen See gefahren, wo wir wandern gehen wollten. Auf der Fahrt dorthin haben wir sogar einen Bären gesehen der die Strasse überquert hat. Wahnsinn! Am See haben wir in einem behaglichen Restaurant auf besseres Wetter gewartet. Dies ist dann auch gekommen :-) Kurze Zeit später hat es aber wieder angefangen zu regnen und dann auch noch zu schneien! Wir haben uns aber trotzdem durchgebissen und sind bis nach oben marschiert. Und wurden belohnt: oben wurde das Wetter besser und schlussendlich hatten wir eine schöne Sicht auf den See und die Berge.



Am Abend sind wir dann zu den Hot Springs gefahren. Das sind heisse Quellen, die es an verschiedenen Orten in den Rockies hat. Nach der ganzen Marschiererei war das eine enstpannende Angelegenheit. Ach ja, auf der Fahrt dorthin sind wir noch mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Es ist so dass durch die Rockies recht gute Strassen führen, so etwas zwischen Hauptstrasse und Autobahn bei uns. Leider kommt man nicht vom Fleck, wenn man sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält. Resultat: 116 im 90er und $124 Busse.


Am Sonntag sind wir dann gemütlich zurück nach Calgary gefahren. Wir haben an verschiedenen Stellen angehalten um Aussichten zu geniessen und ein paar Photos zu schiessen.


Voilà, das wars für heute. Ich freue mich auf News von zu Hause. Auf Wiedersehen und bis zum nächsten Mal.

Sonntag, 21. September 2008

Das Verlies wo ich ackern muss und Ausflug in die Berge

Zälü zäme,

Sorry, diesmal bin ich ein wenig später dran. Am Freitag hatte ich keine Zeit mehr und gestern war ich weg. Aber alles mal der Reihe nach.

Vom arbeitstechnischen Aspekt her war diese Woche viel besser als letzte (nun gut, schlimmer hätte es ohnehin nicht kommen können...). Auf jeden Fall weiss ich jetzt - nach 2 von insgesammt 9 Wochen! - genau was ich machen muss. Und so wie es aussieht sollte es machbar sein. Was mich noch sehr erstaunt hat hier ist die Anzahl Raucher. Es hat fast keine, alle Bars und Restaurants sind rauchfrei! Einfach super! Hier ein paar Bilder der Uni:

Links hinter den Bäumen ist das Gebäude wo ich arbeite, rechts das Gebäude einer anderen Fakultät. Man sieht es nicht so gut, aber das Gebäude ist etwa so gross wie die Ingenieurschule in Fribourg, nur dass dies ein kleiner Teil der ganzen Uni ist...

Hier "mein" Gebäude, man könnte sagen eine "old school" (kleines Wortspiel am Rande :-)

Voilà, mein Verlies. Man bemerke, es hat kein Fenster (das nenne ich arbeiten unter erschwerten Bedingungen). Übrigens haben alle 7 freiburger kein Fenster im Büro. Die wollen wahrscheinlich sicher sein dass wir wirklich arbeiten :-). Wir machens halt so dass wir weniger arbeiten, um mehr vom Tageslicht zu haben. Nei seich...

Nicht so ein tolles Photo, aber es zeigt wie gross die ganze Uni ist. Oben rechts die Eishalle (mit zwei Eisfeldern und einer Bahn rundherum). Wurde an den Olympischen Spielen '88 gebraucht.

Die hart arbeitenden Freiburger beim wohlverdienten Füürabebier.

Gestern waren wir also in Banff, das ist ein Nationalpartk. Auch hiervon einige Bilder:






So, jetzt muss ich essen gehen. In unserem Haus wohnt noch ein Iraner, der hat heute Geburtstag und Elisabeth hat ein Festmahl vorbereitet :-) Heute Abend habe ich dann einen Fussballmatch.

Bis zum nächten mal.

PS: Es ist übrigens nicht verboten einen Kommentar in den Blog zu schreiben. Was läuft so bei euch allen?

Ciao

Samstag, 13. September 2008

Die erste Woche in Calgary

So, die erste Woche wäre überstanden - oder vielleicht sollte ich besser sagen: "Schon ist die erste Woche vorbei". Jetzt wo der jet lag überstanden ist nehme ich mir ein wenig mehr Zeit um zu erzählen, wie es hier so ist.

Wir wohnen in einem ruhigen Quartier - Edgemont - ein bisschen ausserhalb von Calgary. Dort wohnen wir bei einer älteren Frau, die noch zwei Zimmer frei hatte. Es ist wirklich sehr nett hier, auf jeden Fall fühle ich mich wohl. In der Nähe unseres Hauses hat es eine Bushaltestelle. Wir müssen also zuerst den Bus und dann den CTrain - so wird der Zug hier genannt - nehmen, um zur Uni zu kommen. Von Tür zu Tür braucht man etwa 30 Minuten.



Wie man sieht ein schönes und grünes Quartier


Unser Haus


Wenn man in das Stadtzentrum - Downtown - gehen will, muss man ein paar Minuten länger im Zug bleiben. Letztes Wochenende haben wir nicht so gewusst, wo die Bars und sonstige Wochenend-Vergnügungsorte sind. Gestern haben wir aber im Zug ein paar Kanadier gefragt und jetzt wissen wir, wo die Post abgeht ;-)

Gestern hatte ich ja bekanntlich Geburtstag - danke übrigens allen Gratulanten (falls jemand eine SMS geschrieben hat, sorry, aber meine SIM Karte ist zu Hause) - und Elisabeth - unsere Vermieterin - hat uns ein üppiges Abendmahl gekocht - Salat, Rüebli, Blumenkohl, Paprika, Spargeln, Reis, Poulet, Schwarzwäldertorte und dazu ein Tropfen Wein. Wie gesagt, es fehlt uns an nichts. Normalerweise kochen wir aber selber. Letzten Sonntag - ja, auch am Sonntag haben die Supermärkte von 8 bis 23 Uhr geöffnet!!! - ist sie mit uns einkaufen gefahren, dort haben wir uns dann für eine Weile versorgt.


So schön war der Tisch gedeckt, sogar das beste Goldbesteck wurde aufgetischt


Wir haben uns noch in einem Büro für ausländische Studenten eingetragen. Die organisieren immer Ausflüge und sonstige Aktivitäten. So haben wir auch schon ein paar coole Leute kennengelernt. Nächsten Samstag zum Beispiel machen wir einen Ausflug nach Banff, das ist ein Nationalpark. Bin schon gespannt wie die Natur so ist.

Zur Uni kann folgendes gesagt werden: es ist riesig! Man finden Kleiderläden, Esswarenläden, viele Fast Food Stände (Subway, Asiatisch, Burger, etc.), es hat sogar eine Bar (praktisch für das Füürabebier :-)). Es hat aber auch eine Cafeteria wo man anständige Sachen essen kann. Das nächste mal werde ich einige Photos von der Uni zeigen.

Tja, eigentlich läuft alles super, wie man sieht. Ausser das, für was ich eigentlich hier bin - das Projekt. Diese Woche bin ich eher rückwärts als vorwärts gekommen. Ich war ein wenig überrascht, dass ich etwas machen muss, was ich in den letzten drei Jahren nie gelernt habe! Nun habe ich mich aber mit meinen Lehrern in Fribourg abgesprochen und bin jetzt optimistisch, dass es trotzdem klappen sollte. Auf jeden Fall weiss ich wo zu beginnen.


Auf einem Hügel hinter unserem Quartier. Vorne also unser Quartier, hinten am Horizont sieht man die Sprungschanze von Olympia '88 und ganz hinten sind die Rockies.


Aussicht auf Downtown vom selben Hügel aus

Ehm ja, das war es etwa für dieses Mal, bis nächste Woche.

Samstag, 6. September 2008

Flug überlebt, Ankunft in Calgary

Voilà. Dies ist wie versprochen mein erster Bericht aus Calgary. Da Bilder mehr sagen als 1000 Worte und ich sowieso ein wenig müde bin - anscheinend braucht der Körper doch ein paar Tage Zeit um sich an die Zeitumstellung zu gewöhnen - schreibe ich heute nicht so viel, sondern lasse die Bilder für sich sprechen. Nur soviel: die Unterkunft ist super, der "Arbeits"weg kurz, das Wetter kalt, die Uni riesig (es hat ein ganzes Shopping-Center unterirdisch...) und die Leute sehr nett und freundlich.
Zu den Bildern:

Die drei Auswanderer beim Zwischenhalt in London.



Das Essen war gar nicht mal schlecht und mit dem "Weissen" haben sie auch nicht gegeizt :-)



Während des ganzen Fluges war es taghell - hier die wunderschöne Aussicht über Grönland.



Unser erster Blick auf Calgary, vom Flughafen aus.

So, das wars für heut. Jetzt geniesse ich das Wochenende, bevor am Montag das Projekt beginnt. Bis zum nächsten mal.